
Unser Leitbild
Moderne Schule mit Tradition
Das Oberlin-Seminar ist ein Schulzentrum, das drei Bildungsgänge unter einem Dach bietet: die Fachschule für Sozialpädagogik, die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales (Schwerpunkt Sozialpädagogik) und die Berufsfachschule für Sozialwesen.
Leben und Lernen an unserer Schule basieren auf der christlichen Überzeugung, dass jeder Mensch als Geschöpf Gottes einen unverwechselbaren und unantastbaren Wert besitzt. Die Schule ist offen für alle Schülerinnen, Schüler und Studierende, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.
Unsere Schule besteht seit 1874. Namenspatron ist der evangelische Pfarrer und Sozialreformer Johann Friedrich Oberlin (1740 – 1826), der auf die Begabungen und Fähigkeiten der Menschen setzte, aus eigener Kraft ein besseres Leben führen zu können. Dem fühlen wir uns verpflichtet. Dabei ist es uns wichtig, uns den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen.
Unsere Schülerinnen, Schüler und Studierenden erhalten eine breit gefächerte Bildung und Ausbildung, können mitgestalten und haben die Chance einem Glauben zu begegnen, der keine Berührungsängste kennt.
1. Schule als Lern- und Erfahrungsraum
Das Oberlin-Seminar versteht sich als Schulgemeinschaft, die den kulturellen und interkulturellen Austausch pflegt.
Unsere Schule ist ein Ort der Begegnung; Rituale und Feste sind wichtige Bestandteile unseres Alltags.
Künstlerische und kreative Aktivitäten erhalten im Oberlin-Seminar einen breiten Raum.
2. Wertschätzung
Wir erkennen die Individualität jedes Einzelnen an und achten seine Lebens- und Ausdrucksformen. Kulturelle und soziale Vielfalt sind für uns Bereicherung und wichtige Ressource. Differenzierte gegenseitige Wahrnehmung und offene, respektvolle Kommunikation in unterschiedlichen Situationen des Schulalltags gehören zu unserer Grundhaltung. Dies schließt einen konstruktiven Umgang mit Kritik und Konflikten ein.
3. Eigenverantwortung und Selbständigkeit
Das Oberlin-Seminar ist ein Ort, an dem die fachliche und die persönliche Entwicklung gleichrangig gefördert werden. Ziel unserer pädagogischen Arbeit mit Schülerinnen, Schülern und Studierenden ist es, Selbständigkeit und Verantwortlichkeit für den eigenen Lernprozess zu erreichen.
Im Schulalltag und in Lern- und Unterrichtssituationen eröffnen wir die Möglichkeit konkrete Angebote zu entwickeln, gemeinsame und individuelle Ziele zu erarbeiten und nach außen zu vertreten. Dies gewährleistet, dass individuelle Freiheit und Verantwortung für sich und andere gedacht und praktiziert werden, dass gesellschaftspolitische Verantwortung und christliche Haltung miteinander verbunden werden.
4. Klare Strukturen und Regeln
Der Rahmen unseres Lernens ist geprägt von einer Atmosphäre des Respekts und der Verlässlichkeit.
Gemeinsames Lernen und persönliche Entwicklung sind nur innerhalb eines verbindlichen Rahmens möglich. Erst dieser schafft Sicherheit und Verlässlichkeit, um sich offen und frei entfalten zu können. Die Regeln des Zusammenlebens und –arbeitens werden von allen Beteiligten gemeinsam entwickelt, dokumentiert und umgesetzt.
5. Transparenz und Kommunikation
Wir sind eine Schule, die Lehrenden, Schülerinnen, Schülern und Studierenden Mitsprache und verantwortliche Teilhabe ermöglicht.
Wir pflegen den engen Austausch zwischen Schulleitung und Kollegium ebenso wie zwischen den verschiedenen Schulzweigen, Fächern und Lernbereichen.
Wir setzen entsprechend dem Stand der technischen Entwicklung zeitgemäße Kommunikationsmedien ein.
6. Professionelle Haltung der Lehrenden
Es ist der Auftrag der Lehrenden, auf der Grundlage ihrer Fachkompetenz die Schüler und Studierenden in ihren individuellen Lern- und Entwicklungsprozessen zu begleiten.
Die Lehrenden unterstützen sie dabei, vorhandene Potentiale zu erkennen, in den aktuellen Lernprozess einzubringen, für sich zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Die Lehrenden pflegen einen partnerschaftlichen Umgang mit den Schülerinnen, Schülern und Studierenden und wahren dabei die Balance von Nähe und Distanz.
Die Lehrenden stehen in einem regelmäßigen fachlichen Austausch. Sie unterstützen sich, ergänzen sich in ihren Fähigkeiten und entwickeln Formen verbindlicher Zusammenarbeit.
Die Lehrenden überprüfen kontinuierlich die Ergebnisse ihrer Arbeit und entwickeln hierfür geeignete schulinterne Evaluationsformen.
Die Lehrenden entwickeln ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen in Fortbildungen weiter.
7. Kooperation und Vernetzung
Kooperation und Vernetzung dienen dem Austausch, der Weiterentwicklung und der Selbstreflexion.
Das Oberlin-Seminar kooperiert mit sozialpädagogischen Schulzentren und Ausbildungsstätten in Berlin und überregional im Hinblick auf fachliche und organisatorische Fragen.
Das Oberlin-Seminar kooperiert im Rahmen der Praktika mit zahlreichen Einrichtungen aus der sozialpädagogischen Praxis. Wir stehen im Kontakt mit Experten und Fachanleitern, um die Qualität der Ausbildung zu fördern.
Das Oberlin-Seminar ist Teil eines Netzwerkes evangelischer Einrichtungen und Institutionen.
Das Oberlin-Seminar als evangelisches Schulzentrum in freier Trägerschaft pflegt Kontakte zu Vertretern anderer Religionen und Kulturen und leistet damit einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben und gegenseitigen Respekt in der multikulturellen und multireligiösen Metropole Berlin.
Verabschiedet durch die Gesamtlehrerkonferenz des Oberlin-Seminars, Berlin, 04.10.2010


